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Claudia Kusebauch, Dana Messerschmidt, Andreas Mohrig, Steffi Schültzke:
So ein Fernseh-Theater!
Politische Akteure und Programmpraxis einer Institution des DDR-Fernsehens

Titelblatt Fernsehtheater  

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Klappentext

Das Fernsehtheater Moritzburg war das Wunschkind eines SED-Bezirkssekretärs und avancierte zum Stiefkind des DDR-Fernsehens. Es war ein Vorzeigeobjekt für Staatsgäste der DDR und Brigade-Ausflugsziel mit stets ausgebuchten Plätzen. Zum Publikumsmagneten wie seine westdeutschen Pendants, Millowitsch- und Ohnsorg-Theater, wurde es jedoch nie. Solche Dissonanzen bestimmten die Entwicklung des Fernsehtheaters Moritzburg in Halle, denen die vier Autoren des Bandes auf verschiedenen Ebenen nachgehen. Es wird hinterfragt, welche Prozesse und Interessen zur Gründung der Institution führten, welche Konzeptionen von Volkstheater die Entwicklung des Fernsehtheaters begleiteten und mit welchen Formen von Komik man das Publikum für seine Inszenierungen gewinnen wollte.


Inhalt

Vorwort
 
Andreas Mohrig
Delegierte 'Kulturarbeit'. Fernsehstudio Halle und Fernsehtheater Moritzburg als Produkte institutioneller Beziehungen zwischen DFF, SED und den DDR-Kulturbehörden
1. Einleitung
2. Die Beziehungen des DFF zur SED und zu den Kulturinstitutionen der DDR
2.1 Die Frühzeit des DDR-Fernsehens
2.1.1 Der Fernsehfunk als 'Kind' des Hörfunks
2.1.2 Freiheit und Improvisation. Die Arbeit beim frühen DDR-Fernsehen
2.2 Der Fernsehfunk und die SED
2.2.1  'Geregelte' Lenkung. Der Fernsehfunk und die Abteilung Agitation des ZK der SED
2.2.2 Konstruktive Selbstdarstellung. Das Fernsehprogramm als 'politische Einheit'
2.2.3 Horst Sindermann als Leiter der Abteilung Agitation
2.2.4 Zugriff 'von oben'. Die ‚Neuorientierung’ des DFF ab 1962
2.2.5 Der Fernsehfunk und die SED. Facetten einer vielschichtigen Beziehung
2.3 Der Fernsehfunk und das Ministerium für Kultur
2.4 Autokratie in Halle und Berlin. Die SED-Bezirksleitung und das 'System Adameck'
2.4.1 Horst Sindermann und die SED-Bezirksleitung Halle
2.4.2 Heinz Adameck als Intendant des Deutschen Fernsehfunks
3. Motivationen für die Gründung und den Betrieb der halleschen Fernseheinrichtungen
3.1 Lösungsansätze für Ressourcenmangel im Fernsehfunk: Außenstellen und Fernsehtheater
3.1.1 Räumliche Expansion
3.1.2 Die Idee eines Fernsehtheaters des DFF
3.2 Planung und Realisierung von Regionalstudios des Fernsehfunks bis 1963
3.2.1 Politische und ökonomische Hintergründe der Planung von Regionalstudios
3.2.2 Regionalisierung und Dezentralisierung im Deutschen Fernsehfunk
3.3 Regionalstudio Halle und Fernsehtheater Moritzburg
3.3.1 Die Errichtung des Fernsehstudios Halle
3.3.2 Die Programmkonzeption des Fernsehstudios Halle
3.3.3 Die Errichtung des Fernsehtheaters Moritzburg
3.3.4 Die institutionelle Entwicklung und das Ende des Studios Halle und seines Fernsehtheaters
4. Zusammenfassung
  Literatur- und Quellenverzeichnis
 
Dana Messerschmidt / Steffi Schültzke
Das Fernsehtheater Moritzburg - sozialistisches Fernseh-Volkstheater?
1. Künstlerischer Anspruch und Spielplanentwicklung. Volk als Adressat - Volk als Thema - Volk als Standpunkt.
Zum Diskurs um ein DDR-spezifisches Volkstheater und dessen Bedeutung für die Spielplanentwicklung des Fernsehtheaters Moritzburg
2.1 Volk als Adressat
2.2 Volk als Thema
2.3 Volk als Standpunkt
3. Fazit
  Literatur- und Quellenverzeichnis
 
Claudia Kusebauch
Sozialistische Komik-Alternativen. Schwank-Inszenierungen des Fernsehtheaters Moritzburg und des Ohnsorg-Theaters im Vergleich
1. Einleitung
2. Exkurs: Institutions- und Programmgeschichten
2.1 Das Ohnsorg-Theater
2.2 Das Fernsehtheater Moritzburg
3. Zur vergleichenden Analyse von Fernsehtheater Moritzburg und Ohnsorg-Theater
4. Die Schwank-Inszenierungen des Ohnsorg-Theaters
4.1 Produktions- und Sendedaten, Fabeln
4.2 Konflikte und Charaktere
4.3 Spotten, Frotzeln, Necken, Jagen - Die Streitkultur des Ohnsorg-Theaters
5. Die Schwank-Inszenierungen des Fernsehtheaters Moritzburg
5.1 Produktions- und Sendedaten, Fabeln
5.2 Verhinderte Charakterköpfe im Fernsehtheater Moritzburg
5.3 Ein irrtümlicher Lüstling und situationsbedingter Trottel in Der blaue Oskar
5.4 Grimassen und Verwechslung in Ach, Du armer Vater!
5.5 Ein verrückter Erfinder löst Tumult aus - Der entfesselte Reini
6. Konflikte und Komik im Widerspruch - Zusammenfassung
  Literatur- und Quellenverzeichnis
 
Interview mit Dieter Heinemann
 
Zu den Autoren des Bandes
 

 

DFG-Projekt: Programmgeschichte des DDR-Fernsehens - komparativ
Sprecher: Prof. Dr. R. Viehoff (Halle), Prof. Dr. R. Steinmetz (Leipzig)
Die Seiten wurden nach Abschluss des Projektes im Juni 2008 letztmalig aktualisiert.

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